Die Karawane kommt nach Hamburg!
Die Gruppen

 

MAITI NEPAL
Tänze und Lieder aus Nepal

MAITI NEPAL wurde 1993 gegründet um den Menschenhandel in Nepal zu bekämpfen. Die Arbeit der Organisation aus Kathmandu zielt insbesondere darauf ab, Mädchen- und Kinderhandel durch Aufklärung vorzubeugen. Es wird aber auch das Mögliche getan, um Mädchen, die bereits dem Menschenhandel zum Opfer gefallen sind, zu befreien und ihnen eine zweite Chance im Leben zu eröffnen.
Die geretteten Mädchen bekommen bei MAITI NEPAL ein neues Zuhause oder werden, wenn sie es wollen, zu ihren Familien zurückgebracht. Sie können in der Schule der Organisation lesen und schreiben lernen oder eine praktische Berufsausbildung machen. Anschließend verleiht Maiti Nepal kleine Darlehen, mit deren Hilfe die Frauen sich eine eigene Existenz aufbauen können. Für ihre Arbeit bekam MAITI NEPAL am 15. April 2002 den „International Children Award" verliehen.
Ein wichtiger Bestandteil der Aufklärungsarbeit von MAITI NEPAL sind die traditionellen Lieder, die die Mädchen umschreiben und singen. Hier erzählen sie von ihren traurigen Erlebnissen und warnen andere Mädchen vor den Gefahren des Menschenhandels.
In ihrem Programm stellen die Mädchen außerdem eine Vielzahl traditioneller nepalesischer Tänze in farbenprächtigen Kostümen vor. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, diese Tänze in einem Workshop zu erlernen.

 

SAMBALELÊ
Tanz und Perkussion aus Brasilien

Das Projekt SAMBALELÊ wurde 1998 von Mitgliedern der GRUPO CORPO, einer 1975 gegründeten brasilianischen Tanzcompany, ins Leben gerufen. Diese gilt national und international als eine der wichtigsten Repräsentantinnen der brasilianischen Kultur.
GRUPO CORPO betreut in dem Projekt Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren aus Familien, die sozio-ökonomisch am Rand der Gesellschaft stehen. Die Familien in der Favela da Serra sind nicht nur von Armut sehr stark betroffen, sondern auch von der Gewalt, die von den Drogenkartellen in die Favela hineingetragen wird.
Seit 2000 wird das Projekt SAMBALELÊ von CORPO CIDADÂO geleitet, einer NRO, die von Grupo Corpo gegründet wurde, um den zunehmenden Anforderungen an das Projekt gerecht werden zu können.Mehr als 150 Kinder werden durch das Projekt SAMBALELÊ erreicht. Angeboten wird künstlerische Erziehung in Form von klassischem und zeitgenössischem Tanz und Musik, durch Bau von alternativen Musikinstrumenten und Capoeira-Workshops in den Favelas von Belo Horizonte oder deren direkter Nachbarschaft.
In Europa präsentiert die Gruppe aus Brasilien fünf zeitgenössische Tanzchoreographien und vier Perkussionstücke mit afro-brasilianischen Rhythmen.

 

TALLER DE VIDA
Theater aus Kolumbien

Vor dem Bürgerkrieg, der seit Jahrzehnten Kolumbien erschüttert, sind über 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Viele haben den Mord an nahestehenden Menschen mit ansehen müssen oder als Kindersoldaten auf einer der beiden Seiten mitgekämpft. In den Slums von Bogotá, wo viele von ihnen untergekommen sind, bietet TALLER DE VIDA, die Werkstatt für das Leben, den Flüchtlingen Hilfe bei der Integration in der Fremde an. In Kooperation mit dem kolumbianischen Theaterverband stehen auch Theaterworkshops für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Durch die Aufarbeitung des Erfahrenen sollen sie neue Kraft für die Bewältigung des oftmals schwierigen Alltags schöpfen.
Nach der erfolgreichen Inszenierung von „Der Tod ist los" im Jahr 2001 haben die Kinder und Jugendlichen des „Teatro Taller de Vida" eine neue Inszenierung begonnen. In „Tiempo y Tempestades" (von Winden und Stürmen) werden noch stärker als bei der ersten Inszenierung Tanz und Folkloreelemente das Geschehen auf der Bühne bestimmen.
Das Stück, das auf der Lebensgeschichte von Mitgliedern aus der Gruppe basiert, ist in acht Bilder aufgeteilt und erzählt die Geschichte einer kolumbianischen Familie, die trotz vier Jahrzehnten voller Gewalt noch davon träumt, ein friedliches Land aufbauen zu können.

 

HOT SCHROTT
Perkussion aus dem Osdorfer Born

Der Musiker Christian von Richthofen und der Sozialpädagoge Jan Jetter üben seit 2000 mit einer begeisterten Gruppe von Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren Schlagwerktechnik, Komposition und Improvisation auf alten Autotüren, Blechkanistern und Plastikfässern. Die jungen Percussionisten aus der Großsiedlung Osdorfer Born im Westen Hamburgs traten bereits 2002 im Rahmen der Gala für Kinderrechte in der FABRIK auf und sind inzwischen ein in Hamburg sehr gefragtes Ensemble.

 

MUSICA ALTONA
 - bringt Klang ins Leben

Viele Kinder und Jugendliche würden gerne selbst ein Musikinstrument spielen oder singen, wenn sie Gelegenheit dazu hätten. Der gemeinnützige Verein Musica Altona bietet Kindern und Jugendlichen von 3 bis 7 Jahren Unterricht in Blockflöten, Geigen, Gitarren, Saz, Klavier, Bongos und Trommeln, in musikalischer Früherziehung, Gesang und Tanz. Dank der Unterstützung der Bürgerstiftung Hamburg und starkem ehrenamtlichen Engagement sind die Monatsbeiträge gering.
Auf der Kinderrechtsgala werden die Geigenschüler von Gino Romero Ramírez die Variationen über ein Kinderlied spielen. Die Schüler von Dumisani Mabaso trommeln südafrikanische und eigene Rhythmen. Die Saz-Schüler von Hassan Özkan tragen ein türkisches Lied vor.
 

 

MUSIKWERKSTATT 
SCHANZENKLANG
Lieder für Kinderrechte

In der Eltern-MusikerInnen-Initiative mit Toto Lightman, Heiko Martens und der Schule Altonaer Straße wird gezielt die musikalische Erziehung von Kindern zwischen 5 und 12 Jahren gefördert. Das Angebot reicht von musikalischer Früherziehung über Instrumentalunterricht, Chor oder Gesangsunterricht bis hin zu Hip Hop. Beim Fest für Kinderrechte werden die Kids ihre eigenen Lieder vorstellen.