Experimental Theatre Foundation:
B 7  / Mera Bachpan


Mera Bachpan – Meine Kindheit


Durch einen der engen Abzuggräben Bombays kehrt Rajus Vater in den frühen Morgenstunden nach Hause zurück. Er ist betrunken. "He, steh' auf, ich hab' Hunger!" Seine Frau Reshma rührt sich nicht. "Kannst du mich nicht hören?" Er tritt heftig nach ihr, und Reshma schreckt aus tiefem Schlaf auf. Raju ist auch wach und blickt zu seinen Eltern. Die Angst steht ihm ins Gesicht geschrieben.
Inzwischen werfen sich seine Eltern, die miteinander streiten, Schimpfworte an den Kopf und sein Vater beginnt, seine Mutter mit Schlägen zu traktieren. Nach diesem Ritual bringt Reshma Raju zu Bett, um ihn bei Sonnenaufgang wieder zu wecken, damit er zur Arbeit gehen kann. Raju kuschelt sich in sein Bett und sagt, er wolle nicht zur Arbeit gehen.
Eine Ohrfeige von Reshma bringt sein Bitten zum Schweigen. "Dein Vater tut nichts. Willst du etwa in seine Fußstapfen treten?"
Raju verlässt das Haus, um zur Arbeit zu gehen.

B 7

Die Vögel des Waldes sehen sich ihrem zerstörten Lebensraum gegenüber, die Bäume werden gefällt, die Luft verpestet und das Wasser verschmutzt. Sie machen sie sich auf die Suche nach den Ursachen und finden dabei heraus, dass der Mensch für diese Zerstörungen verantwortlich ist.
Die Vögel beschließen zu den Menschen zugehen, um heraus zu finden, warum sie ihren Lebensraum vernichten. Dabei treffen
sie auf einen Holzfäller, der sich ein neues Haus bauen will, weil auch er von Menschen, den so genannten Super-Menschen, an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurde.
Der Holzfäller nimmt die Vögel mit in die Super-Menschen-Welt. Ein riesiges Stück Land, das nur von einer Person beherrscht wird. Der Super-Mensch will seinen Besitz nicht mit anderen teilen, obwohl man doch beim Teilen das größte Glück erfährt.
Der Super-Mensch rechtfertigt sein Handeln damit, dass er den Menschen Technologie und Wissenschaft gäbe, sie könnten alles kaufen und sie haben Rechte. Doch er will nicht einsehen, dass durch die fort schreitende Technologie die Menschen durch Maschinen ersetzt werden, Arbeiter werden zu Bettlern, Bildung können sich nur die leisten, die das nötige Geld haben.
Die Vögel sehen, dass ein großer Konflikt zwischen den Menschen besteht: jeder will gewinnen. Doch die Menschen sollten nicht miteinander konkurrieren, sondern zusammenarbeiten, meinen die Vögel. Mit einem Theaterstück wollen sie den Menschen die Probleme vor Augen zu führen.


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