Nepal



Fläche: 147.181 qkm. Bevölkerungszahl: 23.384.000 (1999). Bevölkerungsdichte: 159 pro qkm. Hauptstadt: Kathmandu. Einwohner: 591.835 (1997).
Geographie:
Der größte Teil des Landes liegt an den Südhängen des Himalaya und erstreckt sich von den höchsten Gipfeln durch bergiges Land zur oberen Grenze der Ganges-Ebene. Das Königreich grenzt im Norden und Nordwesten an China sowie im Westen, Süden und Osten an Indien. Man kann das Land in fünf Regionen aufteilen: Terai, Siwalik, Mahabharat Lekh, die Zentralregion oder Pahar und den Himalaya. Die bergige Zentralregion wird vom südlichen Himalaya durchzogen, hier befinden sich die höchsten Gipfel der Welt.
Staatsform:
Parlamentarische Monarchie seit 1990. Verfassung von 1990. Zweikammerparlament, Repräsentantenhaus mit 205 für 5 Jahre gewählten Mitgliedern, Nationalrat mit 60 für 6 Jahre ernannten Mitgliedern. Staatsoberhaupt: König Gyanendra Bir Bikram Shah Dev, seit 2001. Regierungschef: Lokendra Bahadur Chand, Premierminister der am 11. Oktober 2002 eingesetzten Übergangsregierung. Die neue Verfassung von 1990 legte die Einschränkung der königlichen Machtbefugnisse und die Einführung des Mehrparteiensystems fest.
Sprache:
Nepali (58%). Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Sprachgruppen zusammen. Verwaltungsangestellte und im Tourismus Beschäftigte sprechen zumeist auch Englisch.
Religion:
90% Hindus, außerdem Moslems, Christen und Buddhisten. Animistische Riten und Jhankrismus haben sich z. T. in beiden Glaubensrichtungen erhalten.

Nepal ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt und hat nach Angaben der Weltbank das zehntniedrigste Bruttosozialprodukt. Vor rund 10 Jahren lebten noch 43% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.

Es arbeiten 91% der Erwerbstätigen in der Land- oder Forstwirtschaft. Es werden Reis, Hirse, Weizen, Rübenzucker, Tabak, Jute und Ingwer angebaut. Dies sind gleichzeitig auch die Exportgüter Nepals. Aber auch Teppiche, Textilien, Jute, Felle und Häute werden ins Ausland verkauft.
Die herstellende Industrie ist klein (9% der Beschäftigten) und produziert Baumaterialien, Teppiche, Papier und Lebensmittel.
Das Land hat große Wasserkraft-Ressourcen, deren Nutzung dem Land die Energieimporte größtenteils ersparen könnte - bisher ist diese Energiequelle jedoch noch nicht entsprechend entwickelt.
Die vorhandenen Bodenschätze werden nur in geringem Maße gefördert. Das Land hat ein großes Handelsdefizit und hängt von umfangreicher Entwicklungs- und Lebensmittelhilfe ab. Nepal ist Mitglied der Asiatischen Entwicklungsbank. Indien ist der Haupthandelspartner des Landes, die Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten sind jedoch nicht immer problemlos.

Die Bevölkerung besteht vorwiegend aus indoarischen Volksgruppen, darunter 52% Nepalesen, sowie tibeto-birmanischen Minderheiten (Newari u. a.). Staatsreligion ist der Hinduismus, dem rund 89% angehören.
Die bevorzugten Siedlungsräume sind vor allem das Katmandu-Tal sowie die Landschaft des Tarai; nur 11% leben in Städten. Das Bildungswesen befindet sich erst im Aufbau; 1998 waren noch 60% der Bevölkerung Analphabeten.