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Die
Jugendlichen von Makhampom haben ihr Stück angesichts der aktuellen
politischen Situation umbenannt: aus "Flowers in the basket"
ist jetzt "The Beauty of War" geworden. Es ist eine kollektive
Inszenierung über das reale Leben der Jugendlichen in Thailand.
Die Jugendlichen empfinden das, was sie täglich sehen, als Krieg. Sie
schmecken es in den Brisen, sie diskutieren es beim Kaffee. Für die
Jugendlichen in den verschiedenen thailändischen Provinzen ist Krieg
nicht nur eine Schlagzeile, sondern tägliche Realität. Drogen, Umweltzerstörung, Kinderprostitution und
Rassismus zerstören in Thailand täglich Leben. Jede/r der neun Jugendlichen
des Ensembles ist auf seine Art mit diesen Problemen konfrontiert,
kämpft mit den Mitteln des Theaters gegen diesen Krieg.
"Wenn der Staub sich setzt und die Kanonen schweigen, kann man
etwas Magisches erleben. Durch die Dunkelheit können wir das Licht
sehen, wir können uns selbst neu sehen. Wir lernen Schönheit selbst in
der hässlichsten Ecke zu entdecken. Wir lernen die "Schönheit des
Krieges" zu sehen."
Das Stück beginnt mit
dem alten Antikriegslied "Sag mir wo die Blumen blühn": "Wohin sind all
die jungen Männer gegangen, die hier vorbeigekommen sind. Wohin sind all
die jungend Männer gegangen - vor langer Zeit? Wohin die jungen Männer
gegangen? Jeder von ihnen ist Soldat geworden. Wann werden wir jemals
dazu lernen? Wann werden wir jemals dazu lernen?"
Dieses Lied wird von
9 jungen Menschen gesungen, während sie Blumen auf Soldatengräber legen.
Dann beginnt einer nach dem anderen seine eigene Geschichte von Krieg zu
erzählen.
Krieg No. 1: Nee's Geschichte von fehlender Gleichberechtigung
Eine armes Ehepaar wünscht sich nicht so sehnlich wie einen Jungen als
erstes Baby. Aber sie bekommen stattdessen als erstes Kind ein
Mädchen. Richtig glücklich werden sie erst wieder, als sie als zweites
Kind einen Sohn bekommen. Nee und ihr Bruder wachsen sehr
unterschiedlich auf. Ihr Bruder bekommt alles was er sich wünscht von
seinen Eltern - sie bekommt nicht, weil sie eben ein Mädchen ist.
In welcher Form von Krieg befindet sich Nee? Gegen welchen Feind muss
sie kämpfen? Gegen ihren Bruder? Gegen ihre Familie? Oder gegen die
Kultur?
Krieg No. 2: Die
Geschichte des Sohnes eines Engels.
Um das Überleben der Familie zu sichern, wurde Jeab als
Kinderprostituierte verkauft. Als sie später AIDS-infiziert zurück kommt
wird sie von der Gemeinschaft zurückgewiesen und abgelehnt. Ihr Leben
endet als sie nach der Geburt ihres Sohnes Chan stirbt. Chan ist von
niemandem erwünscht, hat keine Familie, keine Freunde und keine Bildung.
Und das nur weil er AIDS-infiziert ist.
Wie kann er gegen diesen unsichtbaren Krieg kämpfen?
Krieg No. 3: Die
Geschichte eines Vogels, der niemals frei sein wird.
Boy wuchs in einer herzlosen, zerstörten Familie auf. Er verlässt seine
Familie und stürzt sich in eine wildes Leben voller Fallen und
Erfahrungen. Er wird zum Mörder, später aber begnadigt. So ist er zwar
aus dem Gefängnis entlassen aber nicht von der Verantwortung für sein
Tun. Wie lange wird er für seine wirkliche Freiheit kämpfen müssen? Oder
ist dies ein Krieg, der nie endet?
Schließlich singen
die jungen SchauspielerInnen das Anfangslied noch einmal.
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