Thailand

 

Fläche: 513.115 qkm.
Bevölkerungszahl: 60.246.000 (1999).
Bevölkerungsdichte: 117 pro qkm.
Hauptstadt: Bangkok (Krung Thep).
Einwohner:
6.320.174 (2000).
Geographie: Thailand grenzt im Westen an Myanmar und den Indischen Ozean, im Süden und Osten an Malaysia und den Golf von Thailand, im Osten an Kambodscha und im Norden und Osten an Laos. Der Chaophraya und seine Nebenflüsse fließen durch große Teile des thailändischen Festlandes. Im Nordosten erhebt sich das Korat-Plateau etwa 300 m über die Hochebene. Diese weitgehend unfruchtbare Region macht etwa ein Drittel des Landes aus, die bewaldeten Hügel im Norden bedecken ein weiteres Drittel.
Staatsform: Parlamentarische Monarchie seit 1932. Verfassung von 1997. Zweikammerparlament: Repräsentantenhaus mit 500, Senat mit 200 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.), seit 1946. Regierungschef: Thaksin Shinawatri, seit 2001.
Sprache: Amtssprache ist Thai (Siamesisch). Umgangssprachen sind u. a. Malaiisch und Chinesisch. Englisch ist Handelssprache.
Religion: Theravada-Buddhisten (95%); christliche, moslemische und hinduistische Minderheiten.

Die Thai, früher auch Siamesen genannt, gehören überwiegend paläomongoliden Taivölkern an. Daneben gibt es Minderheiten von Khmer und Mon sowie Chinesen und chinesische Mischlinge, schließlich islamische Malaien im Süden. Reste der Urbevölkerung (Karen, Mon, Miao u. a.) sind in die unwegsamen Gebirgswälder abgedrängt. Die Chinesen beherrschen weithin Handel und Wirtschaft.

Rund 50% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, in der bei weitem der Reisanbau überwiegt (vor allem im Menambecken). Thailand ist der größte Reisexporteur der Welt. Die Viehzucht umfasst (vor allem wegen der für die Bearbeitung der Reisfelder nötigen Zugtiere) Wasserbüffel, Buckelrinder und Pferde. Zur Fleischversorgung werden Schweine und Geflügel gehalten. Der Fischfang dient nach der Überfischung der Küstengewässer nur noch dem Eigenbedarf. In der Forstwirtschaft besteht ein Exportverbot für Rohholz, um die rasch fortschreitende Verringerung des Waldbestandes zu verhindern. Seit Mitte der 1950er Jahre sind die Bestände des tropischen Regenwalds von 56% auf 23% der Landesfläche zurückgegangen. Erdgas, Zinn und Wolfram gehören, neben zahlreichen anderen, zu den wichtigsten Bodenschätzen.

Neben den traditionellen Reismühlen, Zuckerraffinerien und Jutefabriken entwickeln sich neue Industriezweige: Textilien, Baustoffe, petrochemische Erzeugnisse, elektronische Geräten, Konserven, Fahrzeug- und Maschinenmontage. Die noch junge Industrie erwirtschaftet schon heute mit 41% des Bruttoinlandsprodukts schon mehr als der Agrarsektor (11%). Der Fremdenverkehr mit fast 9,5 Mio. Auslandsgästen im Jahr 2000 trägt maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung des Landes bei.
Dem entsprechend ist Thailand nach asiatischen Standart ein relativ wohlhabendes Land. Nach erheblichen Schwierigkeiten Ende der neunziger Jahre befindet sich die thailändische Wirtschaft auf dem Weg der Besserung.
Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan und Singapur.