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Die Geschichte die in diesem Stück erzählt wird, basiert auf
Lebensgeschichten von Menschen aus dem Projekt „Taller de Vida“.
Das Stück ist in acht Bilder aufgeteilt und erzählt die
Geschichte von einer kolumbianischen Familie, die trotz vier
Jahrzehnten voller Gewalt noch davon träumt, ein friedliches Land
aufbauen zu können. Marlenes Geschichte ist eine Geschichte, die in
ganz Kolumbien passieren könnte und die für viele Frauen auf dem Land
zur alltäglichen Erfahrung gehört.
Marlen ist Mutter und Ehefrau. Mit ihrem Mann will sie eine Utopie
aufzubauen, eine friedliche Welt, für die sie kämpfen wollen. Ihr Mann
Manuel arbeitet auf dem Acker, als er von einer Gruppe von Soldaten
beschuldigt wird, ein Guerillero zu sein. Sie verschleppen ihn,
täuschen einen Kampf vor und ermorden Manuel dabei.
Es folgt die erste Umsiedlung, die Marlen mit ihrer kleinen Familie
erlebt. Sie hat zwei Kinder: einen 10-jährigen Jungen und eine
14-jährige Tochter, eine Mulattin. Die breiten Schultern hat sie vom
Vater geerbt und die langen festen Beine von der Mutter. In ihrer neuen
Heimat wird die Tochter eines Tages von Guerilleros zwangsrekrutiert.
Marlen kann nur eines tun: sie flieht erneut und sucht eine neue Heimat.
Ihr kleiner Sohn spielt Fußball in den staubigen Straßen der Dörfer,
durch die sie kommen, schließt mit Leichtigkeit neue Freundschaften mit
gleichaltrigen Kindern. Das Spiel wird zur perfekten Methode, um die
Angst zu vertreiben und das Leben neu zu gestalten.
Marlen siedelt zuletzt nach Bogotá um. Mitten in dieser
7-Millionen-Stadt fühlt sie sich sicher und geborgen. Sie will
überleben und man sieht sie an den Kreuzungen betteln, um essen zu
können und um ihrem Sohn die Fahrten zum Trainingsplatz zu finanzieren,
da der in einen Fußballverein aufgenommen worden ist.
Die Tage vergehen in der Angst und Ungewissheit des Großstadtlebens.
Denn hier ist Mord wegen einem Paar Turnschuhe oder wegen eines
Fahrrades üblich, wie auch üblich ist, dass die Jugend Zuflucht vor
dieser grausamen Wirklichkeit in den Drogen sucht.
Marlen findet in einem Projekt Aufnahme, das aus vertriebenen Frauen
besteht und das ihr ein richtiges Arbeitsverhältnis ermöglicht. Sie
lernt kunsthandwerkliche Produkte herzustellen. Ihr Sohn, mit dem
Spitzname Tripilla (Würstchen), wird bald von einen Profiverein
engagiert und hat viel Erfolg dank seiner Ausdauer und Beständigkeit.
Ihr Leben wendet sich zum Guten.
Eines Tages bewerben sich Marlen und ihre Kolleginnen für einen Umzug
bei einem Stadtfest in Bogotá, und ihre Präsentation gewinnt. Marlens
Tochter konnte von der Guerilla flüchten und so ist am Tag vor dem
Straßenumzug die Familie wieder zusammen, da auch der Sohn bei den
Vorbereitungen für den Umzug hilft. Im letzten Bild sieht man Marlen
inmitten der Fröhlichkeit von Rumba-tanzenden Männern und Frauen, voller
Energie und der Hoffnung auf
ein
gutes Leben.
Regisseur:
Rubén Darío Herrera
Regieassistenz:
Alexander Rodríguez Soto
Musikalischer Leiter der Gruppe:
Janny Benavides Gonzáles
Musik:
Janny Benavides Gonzáles
ZeitgenössischerTanz und Unterstützung beim Bühnenbild:
Margarita Roa Vargas
Dramaturgie und psychosoziale Unterstützung:
Stella Duque Cuesta
Realisiert durch:
Asociación para la Investigación Social
Participativa Taller de Vida
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