Material- und Linkhinweise zu Afghanistan
für Unterricht und Bildungsarbeit
Texte und Zusammenstellung: Dr. Friderike Seithel
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Allgemeine Länderinformationen
Afghanistan ist etwa doppelt so groß wie
Deutschland und hat schätzungsweise 28,5 Mill. Einwohner. In den weiten,
teilweise unwirtlichen und schwer zugänglichen Regionen leben über zweihundert
unterschiedliche ethnische und sprachliche Gruppen. 40% der Bevölkerung sind
Paschtunen, die sich gerne als „Staatsvolk" bezeichnen, andere wichtige Gruppen
sind die Tadschiken, Hazara und Usbeken. 2,5 Millionen Nomaden wandern seit
Jahrhunderten über die Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan hin und her.
Flüchtlinge innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen sowie Millionen von
Rückkehrern machen ein genaues Bild über Bevölkerungszahlen und Zusammensetzung
unmöglich.
Überleben in Afghanistan war nie einfach: Das
Land besteht zum größten Teil aus hohen Gebirgen mit unfruchtbaren Steppen und
trockenen Wüsten. Der Hindukusch mit Gipfeln über 7.000m beherrscht das Land.
Nur 10% des Landes sind regelmäßig landwirtschaftlich nutzbar. Es herrscht
extremes Kontinentalklima mit trockenen heißen Sommern (bis +53 Grad) und harten
kalten Wintern (bis –59 Grad). Extreme Tag- und Nacht - Temperaturschwankungen
von bis zu 40 Grad sind keine Seltenheit.
Aufgrund seiner strategischen Bedeutung geriet
Afghanistan immer wieder ins Zentrum weltpolitischer Interessen. Ende des 19.
Jahrhundert wurde das Land zu einer britischen Halbkolonie und errang erst nach
drei Kriegen gegen Großbritannien 1919 seine Unabhängigkeit. Nach dem 2.
Weltkrieg setzte sich der Kampf zwischen dem Britischen Empire und Russland um
die Vorherrschaft in Zentralasien als Rivalität zwischen den USA und der
Sowjetunion fort. 1979 besetzten sowjetische Truppen das Land. Zehn Jahre lang
kämpften afghanische Widerstandskämpfer (Mujaheddin) mit Unterstützung der USA
gegen die Besetzer.
Als die sowjetische Armee 1989 ihre Truppen
abzog, begannen innerhalb der Mujaheddin-Gruppen blutige Auseinandersetzungen um
die Macht im Land. 1994 griffen die radikal-islamischen Taliban in den
Bürgerkrieg ein und übernahmen mit pakistanischer und US - amerikanischer
Unterstützung die administrative und politische Kontrolle im Land. Nach den
Anschlägen des 11.9.2001 bombardierten die USA dann jedoch Afghanistan, da sie
hier die Drahtzieher für den Terroranschlag vermuteten. Das Taliban - Regime
wurde gestürzt. 2004 ging aus erstmals wieder freien Präsidentschaftswahlen
Hamid Karzai als Sieger hervor.
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Ausführliche Informationen über Geschichte,
Politik, Wirtschaft und Kultur des Landes bieten folgende Internetseiten (für
Lehrer/innen und Schüler/innen höherer Klassen):
de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan
große frei zugängliche Internet-Enzyklopädie
www.inwent.org/v-ez/lis/afghanistan/seite1.htm
Länderinformationen von InWEnt – Internationale Weiterbildung und Entwicklung
GmbH
www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/index_html
offizielle Website der deutschen Bundesregierung (=>
bei Ländername „Afghanistan" eingeben)
www.af
offizielle Webseite des Staates Afghanistan (englisch)
www.afghanistans.com
(englisch, mit Übersetzungsmöglichkeit): Informationen über Politik, Wirtschaft,
Alltagsleben und Kultur mit Fotos, Währungsrechner, News u.a.
www.afghan-german.de
über deutsch-afghanische Beziehungen und afghanische Geschichte von 50.000 v.Chr.
bis 1996
www.afghanic.de
Homepage des afghanischen Informationszentrums in Bonn mit vielen
Original-Dokumenten, Verweisen und Hintergrundinformationen
www.wuestenfuchs.com/afg/afgstart.html
private Webseite mit Erlebnisberichten, Fotos, Links, Informationen
www.trepp.de/Afghanistan/bilder.htm
aktuelle Fotos, Alltag in Afghanistan
www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan
Beiträge über aktuelle politische Ereignisse: z.B. Einsatz deutscher Soldaten,
UN-Deklarationen
www.tdh.de/kinderseiten/globales_lernen/download.htm
Über den „Krieg in Afghanistan" informiert der Unterrichtsbogen 19 von terre des
hommes, der kostenlos bestellt oder als PDF - Datei (1.18 MB) runtergeladen
werden.
www.tdh.de/kinderseiten/globales_lernen/m_laenderinfos.htm
Die terre des hommes Kinderseite bietet kostenlose Länderinformationsblätter
unter
http://www.kinderkulturkarawane.de/2005/mmcc/index.htm
Eindringlich beschreibt Roger Willemsen in dem lesenswerten ZEIT - Artikel „Die
Zukunft heißt Djamila" seine Eindrücke von einer Reise nach Afghanistan.
www.helles-koepfchen.de
Suchmaschine speziell für Kinder und Jugendliche; gut für Eigenrecherche
www.sowieso.de
Online-Zeitschrift für Schüler mit kurzen Texten zu Afghanistan
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Im Folgenden schlagen wir zur Behandlung von
„Afghanistan" im Unterricht Themenschwerpunkte vor, verweisen auf Materialien
und Bezugsquellen und führen ausgewählte Internetseiten auf:
Flucht und Migration
prägen das Leben von Millionen von Menschen in und aus Afghanistan. 6 Millionen
Afghanen flüchteten während der Kriegsjahre – rund 3,5 Mill. kehrten seit 2001
in das verwüstete Land zurück. Aber noch immer befinden sich ca. 2,1 Mill.
Afghanen außerhalb ihres Landes. Sie bilden die zweitgrößte Flüchtlingsgruppe
der Welt (nach den Palästinensern mit 4 Mill.). Innerhalb der Landesgrenzen
wurden Hunderttausende durch (Bürger-)Krieg, Gewalt, Dürre und Hungersnöte
entwurzelt und vertrieben.
Das UN-Flüchtlingskommissariat ( www.unhcr.de)
bietet eine Vielzahl an Informationen über „Flucht / Flüchtlinge", eine
Afghanistan Seite (=>
Stichwortsuche „Afghanistan") sowie
verschiedene Unterrichtmaterialien
(=> Publikationen =>
Schulmaterialien).
Das Heft „Flüchtlingskinder: Opfer von Verfolgung
und Krieg" informiert über das Schicksal von Flüchtlingskindern und die Arbeit
der UNHCR und ist auch für die unteren Klassen (KL. 5-7) geeignet. Es enthält
u.a. eine Bildergeschichte über Leben und Flucht einer afghanischen Familie.
Download unter
www.unhcr.de/pdf/38.pdf (>1
MB)
Die DVD "Flüchtlinge schützen" zeigt kurze
(10-20minütige) Filme über die Arbeit von UNHCR, das Leben von
Flüchtlingsfrauen, die Rückkehr nach Afghanistan u.a.m. Auf der DVD ist ein
Begleitheft für Lehrer/innen zum Themenfeld Flucht und Asyl mit
Unterrichtsvorschlägen, Hintergrundinformationen und Kopiervorlagen. Die Filme
eignen sich für den Einsatz in Sozialkunde/Politik, Geschichte, Geographie und
Religion. Kostenlos für Lehrer zu bestellen bei:
gfrbe@unhcr.ch
oder Fax: 030-202 202 23
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Ein Leben im Exil
ist für viele Afghanen die prägende Lebenserfahrung. Etwa 66.000 afghanische
Flüchtlinge leben in Deutschland (2003). Die größte afghanische Exil-Gemeinde
Europas (ca. 15.000 Personen) lebt in Hamburg. Im Unterricht bieten sich die
Lektüre von Berichten von Flüchtlingen, der Kontakt zu afghanischen
Kulturvereinen oder ein Gespräch mit jugendlichen Asylbewerbern bzw. ihren
Betreuern an. Auch der Besuch in Kunsthandwerksläden oder Teppichkontoren
afghanischer Besitzer kann interessant sein. Das Jahrbuch 2002/2003 der
Deutschen Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe widmet sich dem Schwerpunkt: „Kinder
– Die Schwächsten unter den Flüchtlingen" (Deutsche Stiftung für
UNO-Flüchtlingshilfe e.V., Wilhelmstraße 40, 53111 Bonn,
info@dsuf.de;
www.uno-fluechtlingshilfe.de).
Es enthält u.a. Informationen zu Afghanistan sowie die Schicksalsberichte von
zwei afghanischen jugendlichen Flüchtlingen aus Hamburg. Der spannende Roman
„Was meine Heimat war - Die Odyssee des Afghanen Massud" (Hoffmann &
Campe, 2002) von Bruni Prasske zeichnet den Lebensweg eines Heimatlosen zwischen
verschiedenen Ländern und Kulturen nach.
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Abschiebung und Rückkehr
wird seit dem offiziellen Ende des Bürgerkrieges in Afghanistan und im Zuge
einer rigideren Asylpolitik in Deutschland bei afghanischen Flüchtlingen
verstärkt gefördert bzw. erzwungen. Einen Artikel über die Hamburger
Abschiebepolitik in Bezug auf Afghanen findet man in der FR vom 9.7.2005 (www.fr-aktuell.de).
Das Komitee zur Unterstützung der Flüchtlinge in Afghanistan und zum
Wiederaufbau des zerstörten Landes e.V. (www.kufaev.de
) bietet weitere Informationen, Adressen und Links. Unter
www.unhcr.de/unhcr.php/aid/1033
können Artikel wie „Exil und Rückkehr: die Odyssee einer afghanischen Familie."
aus: Flüchtlinge, 1/2004 oder „Afghanistan: Zurück in eine bessere
Zukunft?" aus: Flüchtlinge, 4/2003 runtergeladen werden.
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Die Folgen von 25 Jahren Krieg
und Bürgerkrieg
sind für das Land kaum zu bewältigen. Die Wirtschaft Afghanistans ist
weitgehend zerstört, ebenso ein Großteil des Bestandes an Viehherden. Ernten
sind regelmäßig durch Dürren bedroht, die Bevölkerung leidet unter Hungersnöten.
Afghanistan ist heute das ärmste Land Asiens und eines der Ärmsten der Erde.
Millionen Menschen sind noch über Jahrzehnte auf externe Lebensmittel und
humanitäre Hilfe angewiesen. Gleichzeit ist Afghanistan neben Myanmar das Land
mit dem größten Opiumanbau der Erde. Laut internationalem Währungsfond basieren
zwei Drittel des Bruttoinlandsproduktes auf Opiumproduktion und Heroinhandel
(2004). Drei Viertel der weltweiten Schlafmohnernten (Rohstoff für Heroin)
stammen aus Afghanistan.
Die Taliban sind zwar entmachtet, aber es gibt
sie immer noch. Die bewaffneten Truppen einheimischer War Lords machen weiterhin
weite Landesteile unsicher. Zahllose Anschläge behindern die Auslieferung von
Hilfsgütern und die Versorgung der Bevölkerung, töten Helfer und Einheimische.
Bis vor kurzem standen auch Tausende von Kindern im Sold lokaler Kriegsherren.
Erst 2003 erließ die Regierung ein Verbot von Rekrutierung und Einsatz von
Kindersoldaten.
Jedes Jahr sterben noch rund 280.000 Kinder an
den Folgen des Krieges: Mangelernährung, fehlende medizinische Versorgung und
Landminen sind die Hauptursachen. Die gesundheitliche Versorgung im Land ist
teilweise katastrophal: Für 6.000 Menschen steht nur ein Arzt zur Verfügung. Die
durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 42 Jahre. Die Mütter- und
Kindersterblichkeit gehört zu den höchsten der Welt. Im Juni 2005 meldete das
afghanische Gesundheitsministerium Tausende Fälle akuter Durchfallerkrankungen,
die von Cholerainfektionen verursacht wurden. Grund sind vor allem mangelnde
Hygiene und verschmutztes Trinkwasser. Besonders jüngere Kinder sind von
Dehydration bedroht.
Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern und
andere Familienangehörige durch Krieg oder Minen verloren haben, sind häufig zu
einem Leben auf der Straße gezwungen. Schulbesuch ist Luxus, Ausbildungs- und
Arbeitsplätze fehlen. Die Analphabetenrate beträgt 65%. Über die humanitären
Zustände im Land informieren z.B. der Beitrag bei
www.alertnet.org/thefacts/reliefresources/11192674179.htm
(englisch; Reuters Foundation Alert Net), der Jahresbericht 2004 der
Friedrich-Ebert-Stiftung (www.fes.de
=> internationale Arbeit =>
Asien) sowie die aktuellen Nachrichten auf
den o.a. Länderseiten. Bei
www.amnesty.org
kann über die Situation von afghanischen Frauen, Kindern und Minderheiten
recherchiert werden. Bei
www.circe-film.de/produktion/kabul kann man
Afghanistan-Videos (30-60 Min.) zu diversen Themen (besonders Frauen und Kinder)
kaufen; ein ARTE –Themenabend „Afghanistan" bietet Informationen über „Drogen,
Taliban und Frauen" (www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19500/1.html).
Auf der speziell für den Schulunterricht entwickelten CD-Rom „Konflikt als
Chance“ (2002, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, ab Kl. 10)
wird am Beispiel Afghanistan den Ursachen und Auswirkungen von Gewalt und
Terrorismus nachgegangen (Bezug: www.bmz.de
=> Infothek).
Deborah Ellis beschreibt in ihren Jugendbüchern „Die Sonne im Gesicht“ und „Im
Herzen die Angst“ (ab 11 Jahre) die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan (€
5,-; 2005, Omnibus Taschenbuch).
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Landminen
sind eine tägliche und überaus reale Bedrohung in Afghanistan. Bis zu 30 Mio.
Minen und Blindgänger liegen schätzungsweise verstreut im Land und machen es zu
dem gefährdetsten der Welt. Rund 100 Menschen werden jeden Monat Opfer von
Landminen. Im Durchschnitt sterben 8 Kinder täglich oder werden schwer verletzt,
weil sie beim Spielen, Holz sammeln oder Arbeiten auf Minen treten.
Die mit dem Friedensnobelpreis 1997
ausgezeichnete „Internationale Kampagne gegen Landminen" informiert unter
www.medico-international.de/kampagne/minen und
www.landmine.de
über die allgemeinen Gefahren dieser höchst gefährlichen Waffen und bietet
Materialien (z.B. Videos) zum Ausleihen bzw. Bestellen; siehe auch und
www.unicef.de
(=> Presse => Landminen).
Einzelschicksale aus Afghanistan mit vielen Fotos, Interviews (auch zum Hören),
erläuternden Texten, Details über Minen, Minenräumaktionen, Hintergründen zu
Projekten (Fahrradrehabilitation u.a.) zeigt das sehr gute und anschauliche
Projekt:
www.one-step-beyond.de. Brot
für die Welt bietet mit „Warne Deine Freunde" Unterrichtsmaterialien für Sek. I
und II allgemein zum Thema „Landminen" (www.brot-für-die-Welt.de).
In dem Buch „Mein Leben als Minenräumerin" (Krügerverlag, 2004, 19,90 €)
beschreibt die einzige deutsche Minenräumerin Vera Bohle ihren Einsatz in
Afghanistan u.a. Ländern.
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Der islamische Glauben
spielt in dem Land eine herausragende Rolle. 99% der Bevölkerung sind Muslime.
Eine Beschäftigung mit dem Islam ist deshalb entscheidende Voraussetzung, um zu
einem tieferen Verständnis von Kultur und Alltagswelt Afghanistans zu gelangen.
Eine Einführung aus Sicht gläubiger Muslime bietet der Zentralrat der Muslime in
Deutschland unter
www.islam.de. Die
Bundeszentrale für politische Bildung (
www.bpb.de ) hat einen
aktuellen Schwerpunkt „Islam" mit vielen Texten, Hintergrundwissen,
Grundsatzdiskussionen und Links. Unter
=> Publikationen
kann man eine dreiteilige umfangreiche Loseblattsammlung (Islam I – III)
bestellen, die didaktische Hinweise, Texte, Grafiken, Kopiervorlagen,
Arbeitsblätter u.a. für den Unterricht (Sekundarstufen) enthält. Die 3.
Teillieferung (4,- €) enthält eine CD mit den Modulen der beiden vorherigen
Sammlungen. Beim Islamarchiv (www.islamarchiv.de
) findet man Zahlen, Statistiken und Fakten über den Islam in Deutschland. Die
private Schweizer Webseite
www.raonline.ch/pages/edu/ur/islam00.html
bietet umfassende Informationen über Islam als Weltreligion.
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Frauen
geht es in Afghanistan auch nach Ende des fundamentalistischen Taliban - Regimes
kaum besser: sie gelten meist als Eigentum des Mannes, dürfen oftmals ohne Mann
nicht das Haus verlassen, der Ganzkörperschleier (Burka) ist (verordnete)
Pflicht, eine normale Teilnahme am öffentlichen Leben fast unmöglich. Die
Revolutionary Association of the Women of Afghanistan bietet unter
www.rawa.org (englisch) aktuelle und interessante
Nachrichten, viele Fotos sowie Informationen zur Rolle der Frau; unter:
www.rawa-germany.de/frauen_in_afghanistan.html
gibt es deutschsprachige Artikel von RAWA (bis 2003). Die aktuelle Situation von
Frauen in zentralasiatischen Ländern wird unter
www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,2000692,00.html
beschrieben. Andere, selbstbewusste Frauen zeigt das Projekt NAZO e.V. (www.circe-film.de/nazo,
mit Videos zum Bestellen).
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Reiche und vielfältige
kulturelle Traditionen
an Dichtung, Malerei, Volkskunst, Architektur und Musik kennzeichnen
Afghanistan, das über Jahrhunderte Durchgangsland und Heimat für
unterschiedlichste Völker war.
www.afghan-aid.de
bietet Anregungen, Materialien, Anleitungen und Hintergrundinformationen über
verschiedene Kulturen, Sprachen und über Musik. Der Verein zur Förderung der
afghanischen Kultur e.V. bietet auf seiner Homepage eine lange Bücherliste zu
afghanischer/n Kultur/en:
www.afghan-culture.org
. Der Freundeskreis Afghanistan e.V. (www.fk-afghanistan.de
) hat unter dem Titel „Granatapfel und Flügelpferd“ (2003, € 13,50) afghanische
Märchen herausgegeben, die von Gisela Borcherding in Kabul gesammelt,
aufgeschrieben und ins Deutsche übertragen wurden. Ebenfalls vom FK Afghanistan
herausgegeben wurde das Kinderbuch „Abdul aus den braunen Bergen“ von Elke
Hirche (2003, Sonderdruck, € 5,-). Beide Bücher sind über Irmela Falke
(irmela.falke@t-online.de ) zu
bestellen.
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Was man tun kann,
wollen Schüler/innen häufig wissen, wenn sie von der Not der Menschen anderer
Ländern erfahren. Globales Lernen sollte stets auch Wege aufzeigen, aktiv zu
werden. Eine Möglichkeit ist, bestehende Hilfsprojekte und humanitäre
Organisationen durch Spenden und Mitarbeit zu unterstützen. Zum
Spendensammeln gibt es unzählige kreative Möglichkeiten für Schüler/innen und
ganze Schulen. Hier einige Webseiten, auf denen man sich über Hilfsprojekte und
Unterstützungsmöglichkeiten für Afghanistan informieren kann:
www.afghanistan-schulen.de
Aufbau von Schulen und Schulpartnerschaften
www.afghan-aid.de verschiedene
Projekte, Informationen über Kultur und Traditionen
www.kinderhilfe-afghanistan.de
Privatinitiative, um Kindern und Frauen in Afghanistan mit medizinischen und
schulischen Einrichtungen zu unterstützen
www.bildung-fuer-afghanistan.de
fördert Bildungsprojekte, besonders für Mädchen
www.circe-film.de/nazo
der Verein NAZO e.V. bietet Hilfe für
afghanische Frauen
www.medico-international.de/projekte/afghanistan
verschiedene Hilfsprojekte in Afghanistan, u.a. Fahrrad lernen für
Beinamputierte, Minenräumaktionen
www.unicef.de
verschiedene Hilfsprojekte (siehe: Faltblatt „Eine Zukunft für Kriegskinder";
download auf der Webseite)
www.welthungerhilfe.de:
verschiedene Projekte und Informationen
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Spenden ist nicht alles,
denn Menschen in Kriegs- und Hungerregionen sind nicht aus eigener Schuld in Not
geraten. Sie brauchen keine Almosen, die nur ihre Abhängigkeit vom
„Spendentropf" fördern, sondern kurzfristige praktische Unterstützung, um ihr
Leben aus eigener Kraft neu zu organisieren oder um überhaupt zu überleben. Denn
abgesehen von Naturkatastrophen wie Seebeben oder Dürre sind vor allem (inter-)nationale
politische Machtbestrebungen, wirtschaftliche Interessen und Abhängigkeiten,
Verteilungskämpfe um Ressourcen, Misswirtschaft und Korruption verantwortlich
für Armut und Hunger. Zusätzlich zur konkreten Projektunterstützung muss deshalb
ein umfassenderes Verständnis weltpolitischer Zusammenhänge und globaler
Prozesse entwickelt werden. Dieses politische Bewusstsein gilt es, auch bei
Schüler/innen anzuregen und ihnen Umsetzungsmöglichkeiten im Alltag und
innerhalb der eigenen Gesellschaft zu zeigen, z.B. in Form von politischem oder
sozialem Engagement, als Konsument oder durch Einwirkung auf
Entscheidungsträger/innen.
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Zum Umgang mit humanitären
Katastrophen und
„Dritte Welt" empfehlen wir:
Welthaus Bielefeld u.a.: „Aus Katastrophen lernen? Globales Lernen nach der
Seebebenkatastrophe." 2005. Unterrichtsmaterialien für Sek. I/II. Das Heft
befasst sich mit unserer Wahrnehmung der "Dritten Welt" als Katastrophenort,
analysiert die Bedeutung der Armut und fragt nach den Chancen eines neuen
Bewusstsein für die "Eine Welt"; mit Sachanalysen, didaktischen Vorschlägen und
12 Schülerarbeitsblättern; Preis: 4.- € plus Versand (Bezug: Welthaus Bielefeld,
August-Bebel-Str. 62, 33602 Bielefeld; Fax: 0521/63789, Fon: 0521/986480, Email:
info@welthaus.de).
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Ideenpool:
Anregungen für thematische Einstiege, Aktionen
und Projekte im Unterricht
Informationen, Vorwissen, Assoziationen zum Land
abfragen, z.B. durch Brainstorming, MindMap, Kartenabfrage
Fotos als Gesprächsanlässe auswählen und darüber
sprechen, was auf dem Foto zu sehen ist (mit und ohne Vorinformationen)
Besuch im afghanischen Museum in Hamburg (www.afghanisches-museum.de
), im Völkerkundemuseum oder bei einem Kulturverein
Einladung von Mitgliedern eines afghanischen
Kulturvereins oder einer Flüchtlingshilfeorganisation; gemeinsames Essen,
Lesung oder/und Diskussion
Filme ansehen und diskutieren
Berichte afghanischer Flüchtlinge lesen und besprechen
Schüler/innen recherchieren und erstellen Wandzeitungen,
Fotocollagen, Ausstellungen o.ä. zum Land oder ausgewählten Themen
Radiosendung produzieren oder Zeitungsartikel (z.B. für
Schulzeitung) verfassen
Vergleiche mit Alltag der Jugendlichen in Deutschland
anstellen: Unterschiede in Schulausbildung, Berufsausbildung/Studium,
Militärdienst, Taschengeld, Jobs, Arbeit(slosigkeit), Familiengröße,
Transport, Sport u.ä. Jede Menge Zahlen für Ländervergleiche bietet
www.welt-in-zahlen.de
Projekte von Hilfsorganisationen untersuchen,
präsentieren, vergleichen und ggfs. Unterstützungsaktionen organisieren oder
mitarbeiten
Schulpartnerschaften suchen und aufbauen
mit den Schülern der Frage nachgehen, welche Bedeutung
Religion im Leben für sie hat; verschiedene Weltreligionen besprechen
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Weiterführende Links zum Globalem Lernen:
www.globlern21.de Internetportal
zum Globalen Lernen mit vielfältigen Verweisen
www.eine-welt-netz.de Eine Welt im
Internet – Einstiegsseite zum Globalen Lernen
www.globales-lernen.de: Webseite
vom Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung
www.eine-welt-unterrichtsmaterialien.de
Datenbank mit Unterrichtsmaterialien zum Bestellen
www.weltinderschule.uni-bremen.de
umfangreiche Unterrichtsmaterialien, kostenlose Ausleihe, Anregungen für Eine
–Welt – Themen im Unterricht vom Projekt „Eine Welt in der Schule", Uni. Bremen
www.learn-line.nrw.de vom NRW -
Landesinstitut für Schule mit Recherchemöglichkeit
www.baobab.at
österreich. Website mit Literatur, didaktischen Tipps, Praxisbeispielen
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Stand: September 2005 |