scala: Spezial!
 
sA 20.10. KinderKulturKarawane

THE POWER OF CULTURE


Die KinderKulturKarawane präsentiert Kinder- und Jugendkultur aus aller Welt

Seit dem Jahr 2000 ist die Kinder- und Jugendkulturkarawane eine der wenigen Gelegenheiten in Deutschland, bei denen sich Kinder- und Jugendkultur spartenübergreifend und international präsentiert.

KinderKulturKarawane

 Das Projekt erleichtert Kindern und Jugendlichen hier den Zugang zur Vielfalt der Kulturen der Welt, indem es kreative Projektarbeit und Begegnung im Umfeld von einzelnen Gastspielen ansiedelt. Zudem verändern die Kinder- und Jugendkulturgruppen aus Afrika, Asien, Lateinamerika den Blickwinkel auf die „Dritte Welt". Sie zeigen ein Bild jenseits von Hunger, Not und Krieg. Sie stellen die kulturelle Vielfalt und die Kreativität ihrer Heimatländer in den Vordergrund und machen mit ihrer Arbeit deutlich, welche Kraft und Energie in Kultur steckt.

Zeitgenössisches Theater, Modern Dance, Traditioneller Tanz, Traditionelle Musik, HipHop, Rap, Akrobatik und Zirkus haben das Leben der Kinder und Jugendlichen in den beteiligten Projekten radikal verändert. Sie haben an Selbstbewusstsein gewonnen und Perspektiven für ihre Zukunft entwickelt. Ihre künstlerische Arbeit ist nahezu professionell und ihr Einsatz für eine gerechte Welt findet im Alltag der Kids seinen Niederschlag.

Wenn die Gruppen aus Bolivien, Brasilien, Burkina Faso, DR Kongo, Kolumbien, Nicaragua und Thailand in diesem Jahr wieder mit der KinderKulturKarawane von "Oase zu Oase" ziehen, um ihre kulturellen Schätze auszubreiten, dann möchten sie den Kinder und Jugendlichen in Europa auch deutlich machen, wieviel Kraft und Energie freigesetzt wird wenn man kreativ und kulturell aktiv ist: The Power

DIE GRUPPEN

7 Gruppen aus 3 Kontinenten nehmen 2007 an der KinderKulturKarawane teil. Das sind insgesamt 83 junge Künstlerinnen und Künstler mit ihren erwachsenen BegleiterInnen. Sie zeigen zeitgenössisches Theater ebenso wie traditionelle afrikanische oder asiatische Tanzformen.

Sie beherrschen Capoeira und traditionelle afrikanische Tänze ebenso wie Modern Dance und HipHop.

Mit Zirkus und atemberaubender Akrobatik, mit Rap und Volkstheater, Maskentheater und der Musik von Villa-Lobos wollen die Gruppen das Publikum jeden Alters begeistern.

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KinderKulturKarawane

Für die, die mehr wollen, bieten alle Gruppen auch Workshops an, in denen man westafrikanische Tänze lernen kann, oder in die Geheimnisse der thailändischen Tanzkunst eingeführt wird. Man kann lernen wie man Menschenpyramiden baut, jongliert und Einrad fährt - oder man versucht die Rhythmik Westafrikas zu ergründen. Nicht zu vergessen: Capoeira und Theater.
Die jungen SchauspielerInnen, MusikerInnen, ArtistInnen und TänzerInnen kommen zwar aus ganz unterschiedlichen Kulturen und haben natürlich auch sehr verschiedene Lebensgeschichten. Eins aber haben alle gemeinsam: kulturelle Aktivitäten haben ihr Leben verändert, haben neue Perspektiven geschaffen. "The Power of Culture" hat sie gepackt, und diese Energie wollen sie hier in Europa weitergeben.
 

Alle TeilnehmerInnen an der KinderKulturKarawane 2007 freuen sich natürlich riesig auf die Reise nach Europa. Sie wollen nicht nur ihre Kultur "uns" Europäern zeigen, sondern sie wollen auch möglichst viel von der europäischen und vor allem deutschen Kultur kennen lernen. Von daher sind für alle Gruppe die Begegnungen mit jungen Menschen, das Kennenlernen des Familienalltags in Deutschland, der Besuch in Schulen, das "Chillen" im Jugendzentrum von großer Neugier begleitet.

Neugierig sind sie alle natürlich auch darauf, ihre "KollegInnen" der KinderKulturKarawane kennenlernen, sich mit ihnen austauschen. Denn wann hat ein jungen Mensch aus Burkina Faso sonst die Gelegenheit eine junge Schauspielerin aus Thailand kennenzulernen?

Oder wie sollte eine junge Tänzerin aus den Favelas von Rio de Janeiro je mit den Theaterkolleginnen aus den Armenvierteln Bogotas in Kontakt kommen?

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Spannend für alle wird sicherlich der künstlerische Austausch zwischen Zirkusgruppen aus Deutschland und den Akrobaten und ArtistInnen von "Mutoto Chaud" und der "Escuela de la Comedia y del Mimo". Aufschlussreich sind mit Sicherheit gemeinsame Workshops von Schul- oder Jugendtheatergruppen aus Deutschland mit den jungen SchauspielerInnen aus Thailand, Burkina Faso, Bolivien und Kolumbien. Und die jungen TänzerInnen aus Rio de Janeiro sind schon sehr gespannt auf den Austausch mit jungen Tanzprojekten in Deutschland.

Und mit Sicherheit werden die RapperInnen aus verschiedenen Gruppen der KinderKulturKarawane Kollegen und Kolleginnen aus Deutschland treffen - und vielleicht gemeinsam "musizieren".
 

KinderKulturKarawane

Einen großen Wunsch haben aber alle: sie möchten den Kontakt über den Zeit in Europa hinaus aufrechterhalten. Email und Chatrooms sollten das möglich machen, denn irgendeinen Zugang zum Internet haben letztlich alle Beteiligten.

TALLER DE VIDA Bogotá, Kolumbien

Vor dem Bürgerkrieg, der seit Jahrzehnten Kolumbien erschüttert, sind über 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Viele haben den Mord an nahestehenden Menschen mit ansehen müssen oder als Kindersoldaten auf einer der beiden Seiten mitgekämpft. In den Slums von Bogotá, wo viele von ihnen untergekommen sind, bietet „Taller de Vida", die Werkstatt für das Leben, den Flüchtlingen Hilfe bei der Integration in der Fremde an. In Kooperation mit dem kolumbianischen Theaterverband stehen auch Theaterworkshops für Kinder und Jugendliche auf dem Programm. Durch die Aufarbeitung des Erfahrenen sollen sie neue Kraft für die Bewältigung des oftmals schwierigen Alltags schöpfen.

"Das Teatro Taller de Vida wird von uns, einer Gruppe von Jungen und Mädchen, gebildet, die vertrieben wurden und die seit 1996 unter bewaffneten Konflikten leben. Mit unserer Gemeinschaft wollen wir die Teilnahme an und Verbindungen zu bewaffneten Gruppen verhindern.

Die Möglichkeit, über szenische Künste miteinander zu kommunizieren, ist die Eröffnung einer neuen Ausdrucksebene, in der junge Männer und Frauen als "Friedenskonstrukteure" agieren können und die sie dazu befähigt, zum Wandel der aktuellen Lage unseres Landes beizutragen.

Über das Medium des Theaters und der Sozialforschung können wir unsere Gefühle als Jugendliche deutlich machen, die Liebe zum Leben mitteilen. Diese gibt uns die Fähigkeit, Kompromisse mit unserer eigenen Lebensgeschichte einzugehen, eine Geschichte vieler Jugendlicher in unserem Land, die ähnliche Erfahrungen machen; außer dem Kompromiss immer wieder an ein neues Kolumbien zu denken, in dem Friede, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit herrschen.

Unterstützt uns, damit diese Botschaft von Leben und Hoffnung zu hören ist und unsere Stimme sich nicht in der Stille verliert. Denn wir müssen im Dialog mit der ganzen Welt an unser Land denken, es spüren und sehen, um andere Rechte als Gewalt, Tod, Straflosigkeit zu schaffen und nur so wird der Name Kolumbiens und der Kolumbianer mit dem Wort "Leben" in Verbindung gebracht werden, denn wir weigern uns zu wachsen und uns in Erwachsene zu verwandeln, die für den Krieg sind."

In Kooperation mit der Fachschaft Spanisch des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Ludwigsburg

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 Ein Projekt der UNICEF

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http://www.kinderkulturkarawane.de/

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