Ein
Höhepunkt innerhalb der „Interkulturellen Woche in Erfurt" wird eine
Veranstaltung am Mittwoch, dem 26. September 2007 in der Aula des
Evangelischen Ratsgymnasiums, Meister Eckartstr. 8 werden. Gast des
Kinderrechtsteams der Schule wird die Theatergruppe „Taller de
Vida"(„Werkstatt des Lebens") aus Kolumbien sein. Sie führt um 19 Uhr
das Tanztheaterstück „Corazon de Cebolla" („Das Herz der Zwiebel") auf.
Die neun Jugendlichen der Gruppe, die im Bürgerkrieg Kolumbiens
ver¬trieben wurden und die seit 1996 unter bewaffneten Konflikten
leben, möchten in ihrem Theaterstück ihre Gefühle deutlich machen und
die Liebe zum Leben mitteilen.
„Das Herz der Zwiebel" ist eine Reflexion von Lebensgeschichten der
Gruppenmitglieder. Wie die Zwiebel haben die Jungen und Mädchen,
aufgrund des Krieges und der Fluchterlebnisse viele
„Schutzschich¬ten"um sich aufgebaut. Wenn es gelingt, diese
Schutzschichten aufzubrechen, gelingt man an den wunderbaren Kern der
jungen Menschen, die letzendlich nur eins wollen, am Aufbau einer
friedlichen Gesellschaft mitwirken.
Das Stück ist eine Inszenierung mit zeitgenössischem Tanz und Rap. Die
Rap-Texte wurden von den Jugendlichen selbst geschrieben. Um 18 Uhr
wird im Vorprogramm die Erfurter Gruppe „Da Search" („Auf der Suche")
mit Rap, Hip-Hop, Breakdance, Beat.Box und einer Vocal-Group die
Probleme und das Lebensgefühl der Jugendlichen hierzu¬lande auf der
Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Gesellschaft darstellen.
Der Eintritt beträgt 8 € , ermäßigt 4 €. Die Karten gibt es an der
Abend¬kasse. Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsaktion anlässlich
des 40-jähri¬gen Bestehens von dem Kinderhilfswerk „terre des homes"
(„Eine Erde der Menschlichkeit")von dem Kinderrechtsteam „Gichiacha"
(„Give chidren a chance") und dem Förderverein des Evangelischen
Ratsgym¬nasiums Erfurt, der Arbeitsgruppe Erfurt von „terre des hommes"
(Lei¬tung: Dieter Schumann, Musiklehrer am Ev. Ratsgymnasium), der
Stadtverwaltung und der Ortsgruppe Erfurt von „Soroptimist
International". Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung durch den
Landesausländerbeauftragten Thürin¬gens. Zusätzliche Spenden gehen an
die Opfer des kolumbianischen Krieges und sollen dazu beitragen, diesen
Menschen Schutz, Bildung und medi¬zinische Versorgung zukommen zu
lassen.
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