Dienstag, 16. Oktober | 19:30 Uhr
Kinderkulturkarawane 2007
eingeladen von terre des hommes Stuttgart
Corazón de Cebolla (Das Herz der Zwiebel)
Wie Jugendliche politische Gewalt erleben und sich gemeinsam für eine friedliche Welt einsetzen.
Ein Theaterstück mit Tanz und Rap, aufgeführt von kolumbianischen Jugendlichen aus dem terre-des-hommes-Projekt „Taller de Vida“, Bogotá/Kolumbien
Eintritt: € 6,- (ermäßigt € 4,-)
Karten an der Abendkasse
TALLER DE VIDA Bogotá, Kolumbien
Vor dem
Bürgerkrieg, der seit Jahrzehnten Kolumbien erschüttert, sind über 1,5 Millionen
Menschen auf der Flucht, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Viele haben
den Mord an nahestehenden Menschen mit ansehen müssen oder als Kindersoldaten
auf einer der beiden Seiten mitgekämpft. In den Slums von Bogotá, wo viele von
ihnen untergekommen sind, bietet „Taller de Vida", die Werkstatt für das Leben,
den Flüchtlingen Hilfe bei der Integration in der Fremde an. In Kooperation mit
dem kolumbianischen Theaterverband stehen auch Theaterworkshops für Kinder und
Jugendliche auf dem Programm. Durch die Aufarbeitung ihrer Erfahrungen sollen
sie neue Kraft für die Bewältigung des oftmals schwierigen Alltags schöpfen.
Das Projekt Taller der Vida wird von der Kinderrechtsorganisation terre des hommes unterstützt.
Kinderkulturkarawane
Jedes Jahr kommen im Rahmen der Kinderkulturkarawane Jugendliche aus Entwicklungshilfeprojekten nach Deutschland, um mithilfe von Musik, Tanz und Theater von der Situation in ihren Heimatländern zu erzählen.
In diesem Jahr hat die terre-des-hommes-Arbeitgruppe Stuttgart eine jugendliche Theatergruppe aus Bogotà/Kolumbien nach Stuttgart eingeladen. In ihrem Stück „Corazòn de cebolla“ (Das Herz der Zwiebel) erzählen 7 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren mit szenischem Theater, Tanz, traditioneller Musik und Rap von ihren Erlebnissen im Bürgerkrieg, auf der Flucht und auf der Suche nach Schutz und neuen Lebensperspektiven.
Die Theateraufführungen sollen den Jugendlichen hier bei uns vermitteln, wie Gleichaltrige in Kolumbien unter bewaffneten Konflikten zu leiden haben und wie es ihnen gelingt, neue und friedliche Zukunftsperspektiven zu entwickeln.