Bis zum letzten Tropfen

BIS ZUM LETZTEN TROPFEN erzählt die universelle Geschichte von gesellschaftlichen Gruppen, die gegensätzlicher nicht sein könnten von den Lebensbedingungen her, von den Sorgen, den Rechten – und dennoch sind sie voneinander abhängig.

Hier kämpfen reiche Oligarchen und die einfachen Nachbarn gegeneinander. Es geht um ein Thema: WASSER. In diesen so verschieden Welten, die eine blind für die andere, bleibt am Ende für die Kinder nur eine Chance: diesem modernen Albtraum zu entfliehen. Vor allem die Kinder legen die Grausamkeit der wenigen Reichen und die Schwäche der vielen Armen offen. Wer hält die unsichtbaren Fäden in der Hand in dieser Welt, die von der Ökonomie bestimmt wird? Wer kann noch von einer besseren Zukunft träumen? Und kann die Jugend ihre Zukunft retten?

Das satirische Stück über unsere heutige Welt ist inspiriert vom „Krieg um das Wasser“, der 2002 in Cochabamba tatsächlich stattfand, und von einigen anderen aktuellen Geschehnissen. Dabei darf man nicht vergessen, dass gerade die fiktiven Geschichten die Realität oft schonungslos offenlegen.

Mit einer Performance mit Theater, Musik und Videos hat Teatro Trono mit Jugendlichen aus anderen Ländern die Frage auf die Bühne transportiert, wie wir unsere Lebensweise ändern müssen, um die Umwelt zu retten. Welche Rolle spielt jede/r Einzelne dabei? Sie erzählen eine Geschichte, auch wenn es Theater ist. Es ist eine Geschichte, die von dieser realen Welt handelt. Und das Publikum wird immer wieder mit einbezogen. Geprägt ist die Performance von der Spielfreude und künstlerischen Qualität, für die Teatro Trono seit Jahren steht.

Für die KinderKulturKarawane wird das Stück vom Open-Air-Event zum Bühnenspektakel für Theater und Schulen neu inszeniert. 

 

Workshop: Theater (Entkolonialisierung des Körpers)
Personenzahl: 14
Zeitraum: 24.8.2013 – 4.11.2013 | Dänemark: 30.08. – 13.09. / 29.9. – 11.10.
Technik: Spielfläche 8m x 6m, Tonanlage, CD-Player, Licht,  4 Mikros für Instrumente  

 

Der Hintergrund

Die Internationale Jugendtheaterkarawane setzt sich auf dem Weg von Copacabana (Titikakasee) zum UN-Umweltgipfel in Rio de Janeiro fuer das Recht von Kindern auf eine gesunde Umwelt ein - organisiert von terre des hommes-Projektpartnern in Bolivien und Brasilien und koordiniert vom Kulturprojekt COMPA aus El Alto in Bolivien.

Jugendliche aus Lateinamerika, Myanmar und Deutschland  treffen sich im Kulturzentrum COMPA in El Alto. Im Gepäck haben sie Banner, Bilder, Texte mit ihren Botschaften für den UN-Umweltgipfel in Rio. Gemeinsam mit der Theatergruppe "Teatro Trono", die für das Großereignis in Rio extra ein neues Stück erarbeitet hat, werden sie sich auf den langen Weg über die Kordilleren und durch die Tieflandregionen im Einzugsgebiet des Amazonas auf eine vierwöchige Fahrt nach Rio machen.        

An den einzelnen Stationen treffen sie Kinder und Jugendliche, deren Recht auf eine gesunde Umwelt massivst verletzt wird. Es werden Theater und Kino-Aufführungen inszeniert, Kontakt mit den verantwortlichen Autoritäten, sowie mit Umweltinitiativen und Presse vor Ort gesucht. Es werden kleine Radiosequenzen, Fotos und TV-Bilder produziert, die in den Herkunftsregionen der Jugendlichen die Reise dokumentieren.  Die Jugendlichen berichten von ihren eigenen Erfahrungen und erfahren, wie andere auf dem Weg sind, ihre Probleme zu lösen. Und sie tauschen sich gemeinsam mit Worten und Bildern aus über ihre Botschaft an die Regierenden der Welt: ihre Botschaft für Rio.       

Der Theaterlastwagen dient als Bühne und transportiert von Station zu Station eine mobile Ausstellung mit Großpuppen, Installationen und den von Jugendlichen in aller Welt gemalten Bannern mit ihren Botschaften bis nach Rio. Die ersten Stationen waren La Paz / El Alto und Copacabana an der peruanisch-bolivianischen Grenze am Titikakasee sein.    

Klimawandel und Wassermangel  

In der Hochebene Boliviens am Titikakasee, nahe der bolivianischen Metropole La Paz sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar. Die Wasserversorgung für Landwirtschaft wie auch die der Bewohner in den grossen Städten wird durch die Gletscher der imposanten Ostkordillere gesichert. Doch diese kühle Reserve schmilzt Jahr für Jahr weiter ab.  Wenn die Entwicklung so weiter geht, wird die Kordillere ihren weissen Poncho verlieren und z.B. die Millionenstadt La Paz / El Alto  im Jahr 2050 ihre Bevölkerung nicht mehr mit Trinkwasser versorgen können.

Die Landwirtschaft leidet schon heute unter dem Klimawandel. Die Wetterbedingungen werden extremer: mehr Hagel und Sturzregen statt sanfter Landregen einerseits, verlängerte Trockenperioden andererseits. Und das Gletscherwasser, dass in den Trockenperioden die Äcker bewässern hilft, wird immer weniger. 

Copacabana ist nicht nur ein Touristenzentrum, sondern für die traditionellen indigenen Kulturen ein wichtiger ritueller Ort. Die Karwane wird sich mit lokalen Autoritäten und Jugendlichen der Organisation "Inti Watana" treffen. Jugendliche aus den umliegenden Schulen werden darüber berichten, was sie in Workshops in der Vorwoche erarbeitet haben. Abwässer von Bergwerksunternehmen und der nahen Grossstadt haben den den Titikakasee und damit den Fischbestand gefährdet. Die Reisenden werden in einem traditionellen Ritual Kräfte sammeln, Jugendliche werden das andine Weltbild eines „Guten Lebens“ im Einklang mit der Natur erklären, und wie sie hoffen, damit den Umweltproblemen durch Umweltverschmutzung und Klimawandel in der Region begegnen zu können.  

Die Bauernkulturen am Titikakasee verfügen über eine reichhaltige landwirtschaftliche Tradition. Durch Methoden der Wasserernte oder die Diviersifizierung mit veränderten Verhältnissen angepasstem Saatgut können sie den schädlichen Folgen des Klimawandels teilweise begegnen. Damit die Anden aber wenigstens einen Teil der Gletscher bewahren können, bedarf es einer strikteren Begrenzung der Erderwärmung als sie bislang auf den UN-Klimagipfel vereinbart wurde.  Eine Ombudsstelle für die Interessen der künftigen Generationen, wie "terre des hommes" sie vorschlägt, würde diesen Problemen stärkere Berücksichtigung sichern.

Zurückgekehrt nach La Paz gibt es ein vielfältiges Kulturprogramm mit Strassentheater, einer Ausstellung, Vorträgen und einem Kino-Zyklus zu Umweltthemen. Geplant sind auch Begegnungen mit dem bolivianischen Aussenminister und Vertretern der Stadtregierung.     

Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen durch Bergwerke  

Von La Paz aus geht es mehrere Stunden weiter in den Süden nach Oruro und Huanuni . In Huanuni gibt es eines der letzten Bergwerksunternehmen im staatlichen Besitz. Doch die Umweltschäden sind kaum geringer als bei der Vielzahl handwerklicher Bergwerkskooperativen. Schwermetallhaltige, silbrig gefärbtes dickflüssiges Wasser  vergiftet nicht nur die Kinder vor Ort, es verlässt Huanuni Richtung Poopo-See, wo eine der ältesten indigenen Kulturen Südamerikas ansässig ist.  Weil der See zunehmend vergiftet ist, können sie nicht mehr vorm traditionellen Fischfang leben. Viele wandern ab nach Chile, manche werden Opfer von Menschenhandel. Umweltflüchtlinge, für deren Schutz  es noch kein spezielles internationales juristisches  Instrumentarium gibt.

Bergwerke benötigen auch grosse Mengen an Wasser, die für den privaten Konsum oder die Landwirtschaft fehlen. Überall, wo Abwässer aus Bergwerksregionen in der landwirtschaftlichen Bewässerung eingesetzt werden, sind am Ende auch die Bewohner in den Städten betroffen, die die auf diesen Feldern produzierten Nahrungsmittel essen. Die Jugendorganisation VIVE aus Oruro arbeitet mit Jugendlichen aus den Bergwerkszentren zu diesen Fragen und dazu, welche Alternativen die Menschen haben, um sich ein Einkommen zu sichern, ohne dabei Natur und Gesundheit zu ruinieren.   

Darüber soll in Oruro im Rahmen der Kampagne auch mit Fachleuten und Verantwortlichen in den Räumlichkeiten der Regionalregierung diskutiert werden. Anschliessend werden im nahen Huanuni die Folgen der Vrschmutzung in Augenschein genommen, bevor am Abend in Oruro wieder das Theaterstück aufgeführt wird.        

Die Konkurrenz der Exportländer um die westlichen Märkte und Investoren führt allzu häufig zum Umweltdumping. Wenn die Bundesregierung es, wie im "Strategiepapier Lateinamerika" beschrieben, als eine ihrer Aufgaben ansieht, auch die Versorgung mit Rohstoffen für Deutschland zu sichern, muss sie sich gleichzeitig für verbindliche Regelungsmechanismen zur Durchsetzung von Umweltstandards einsetzen, die in den Herkunftsländern der Rohstoffe nicht niedriger sein dürfen als in Deutschland. Zinn für Blechbüchsen, Wolfram, Silber, Gold ... wer das Ausmass der Verschmutzung zu Gesicht bekommt, stellt auch einen Lebensstil in Frage, in dem immer noch zu viele Rohstoffe als Müll die Umwelt verschmutzen , statt wiederverwertet zu werden und wo die Zeiten der Nutzung eines Produktes immer kürzer werden, um mit der technischen Entwicklung mithalten zu können.   

Pestizide: Gift in der Natur, Gift im Essen, Gift im Körper    

Landwirtschaft und das Recht auf eine ausreichende und gesunde Ernährung stehen an den beiden folgenden Stationen mit Mittelpunkt der Aktionen, der Tälerregion von Cochabamba und dem tropischen Chapare, wo viele Siedler aus dem Hochland sich überfordert fühlen mit dem wuchernden Unkraut und den prosperierenden Pflanzenschädlingen. Durch Entwicklungsprogramme oder auf dem freien Markt haben sich Bauern mit Herbiziden und Pestiziden eingedeckt, die teilweise in Europa schon lange verboten sind und für deren sichere Anwendung die Bedingungen nicht gegeben sind. Folge sind akute Vergiftungen,  pestizidbelastete Böden, Nahrungsmittel und Flüsse, an deren Flusslauf die indigenen Völker ohne ihr Wissen belasteten Fisch fangen und verzehren.       

Terre des hommes-Projektpartner wie Cai Pacha, Pusisuyo und CEIISA, arbeiten mit Bauern und  Schulkindern, CEIISA auch mit den Gesundheitsbehörden, um diesem Problem zu begegnen.  Die Karawane wird dabei helfen, der  Kampagne von CEIISA und dem lateinamerikanischen RAPAL-Netzwerk für das Verbot extrem gefährlicher Pestizide Nachdruck zu verleihen. Wird wenigstens eines der betroffenen Munizipien das Verbot bis zur Rio-Konferenz aussprechen?

Nachdem die Karawane einen Zwischenstopp in den Höhen von Pongo gemacht hat, wo Jugendliche sich bei der Aufforstung der verkarsteten Landschaft engagieren, wird sie in Cochabamba Teil eines grossen Umweltfestival unter Beteiligung von Hunderten Kindern, aber auch weiteren Theater- und Musikgruppen auf der "Plaza de las Banderas" sein. Auf einem Seminar werden Kleinbauern und Organisationsvertreter aus mehreren Landesteilen Boliviens ihre Vorschläge für die Rio-Konferenz erarbeiten, um sie der Karawane mit auf den Weg zu geben. Ebenso wie die Kinder, die Banner mit ihren Botschaften malen werden. Im nahen Sacaba wird die Karawane auf Kinder treffen, die im Stadtjugendrat aktiv sind. 

Nötig ist auf internationaler Ebene die Durchsetzung der FAO-Normen zum  Einsatz von Pestiziden, vor allem durch die vermarktenden Unternehmen. Ohne einen verbindlichen rechtlichen Rahmen durch die Staatengemeinschaft und den Aufbau von staatlichen Kontrollinstanzen werden aber auch künftig diejenigen Unternehmen, die grössten Vorteile haben, die ihre Produkte ohne Rücksicht auf die Gesundheit vermarkten. Ob in Cochabamba und einem weiteren Auftritt in Villa Tunari in der Tieflandregion des Chapare ihren Beitrag dazu leisten, dass die öffentliche Aufmerksamkeit für diese Fragen gross genug wird.      

Überschwemmungen durch grossflächige Zerstörung der Wälder für Exportplantagen  

Nicht nur die Pestizide schaffen Umweltprobleme in der Andenfussregion des Chapare oder weiter östlich in Santa Cruz. Der Raubbau an den Wäldern, zur Nutzholzgewinnung oder für neue Plantagen  hat die Luftfeuchtigkeit sinken lassen und führt zu immer häufigeren und  heftigeren Überschwemmungen. War vor 20 Jahren an der Strecke von Santa Cruz an die brasilianische Grenze überall noch Wald, so ist die Region um die Eisenbahnstrecke und die neue Autostrasse herum über 200 Km lang weitgehend abgeholzt. Vor allem für Zuckerrohr und Anbau von Soja für den Export nach Brasilien, was selbst Soja als Futtermittel nach Europa exportiert,  während den Kleinbauern im ostbolivianischen Tiefland das Wasser knapp wird. In Santa Cruz werden Vertretinnen der indigenen Guarayo-Organisation darüber berichten, wie die Frauen sich gegen weitere Landnahme und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen.         

Umweltflüchtlinge  

An der bolivianisch-brasilianischen Grenze wird die Karawane in der Grenzstadt Puerto Suarez / Puerto Quijarro auf Kinder und Jugendliche in Schulen treffen. Der Eisenerzabbau und eine geplante Verhüttungsanlage versprechen Bolivien, unabhängiger von Eisenimporten zu werden und zusätzliches Einkommen zu schaffen. Doch die Anlagen sind im unmittelbaren Umfeld des Pantanals, eines einzigartigen Feuchtgebietes, in Bau oder Planung. Puerto Suarez steht als Grenzort auch paradigmatisch für ein ganz neues Phänomen:  Menschen, die Bolivien verlassen, weil sie mit der Naturzerstörung ihre Lebensgrundlage verloren haben. Doch anders als bei Kriegsflüchtlingen oder politische Verfolgten, gibt es für Umweltflüchtlinge keine internationalen Rechtsinstrumente, die ihnen besondere Schutzrechte gewähren. Während die Grenzen für Kapital heute relativ offen sind, können die Menschen sich nicht ohne weiteres in all die Länder bewegen, in denen die Chancen, ein Einkommen zu finden besser sind, selbst wenn diese Länder an der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen mit beteiligt waren. Doch für all diese Fragen wird wenig Zeit sein, da der Theater-Truck über die Grenze gebracht und bald auch Sao Carlos in Brasilien erreicht werden soll.           

Leben mit der Natur – auch in der Stadt?  

Nach dem Grenzübertritt fährt der Theater-truck in den Grossraum Sao Paulo. Stationen sind Sao Carlos, Sao Paolo selbst und Taubaté, wo jeweils  öffentliche Veranstaltungen  in Zusammenarbeit mit der Projektpartnern der VW-Betriebsratskooperation „Eine Stunde für die Zukunft“. stattfinden.
War schon am Anfang der Reise in La Paz deutlich, wie Umweltprobleme auf dem Land mit dem Leben in der Stadt zusammehängen, so stellt sich in Sao Paolo paragdimatisch die Frage, wie in den Mega-Zentren, in denen der Grossteil der Weltbevölkerung heute lebt,  ein „Gutes Leben“ im Einklang mit der Natur zu organisieren wäre. Es geht aber auch um das Recht auf eine gesunde Umwelt für die Kinder, das Recht im Kontakt mit der Natur leben zu können, das Recht auf sauberes Wasser und saubere Luft.    

Genug geredet – Jetzt Handeln... Genug gefahren – Endspurt in Rio: Die Karawane auf dem UN-Umweltgipfel  

Die letzte Station wird Rio de Janeiro sein, wo der Theater-Truck auf dem Alternativgipfel zur  Bühne wird, auf der die Botschaften der Jugendlichen in Bild und Wort einem möglichst grossen Publikum mitgeteilt werden sollen. Unterstützung bekommen die Jugendlichen  dabei auch von Prominenten. Der Befreiungstheologe Leonardo Boff hat bereits zugesagt, mit den Jugendlichen über seine Vorstellungen über einen anderen Umgang mit der Natur und vom „Guten Leben“ zu sprechen. In Koordination mit einer örtlichen Theatergruppe wird es ebenfalls Happenings und Theateraufführungen geben und sollen die letzten Transparente mit Botschaften für Rio bemalt werden. Genug geredet – Jetzt Handeln. Die Botschaften gelten den Politikern und Politikerinnen, aber die Jugendlichen werden auch neue Motivation, neue Erfahrungen und neue Ideen für ihr eigenes Handeln mit nach Hause in ihre Organisationen nehmen.

 

Hasta la última gota - Bis zum letzten Tropfen

Prolog

Zu Beginn werden dem Publikum zwei Gruppen vorgestellt:  die Nachbarschaft besteht aus bescheidenen und fleißigen Menschen und die Stiftung reicher Kaufleute aus kapitalistischen Geschäftsleuten, die um jeden Preis zu Geld kommen wollen. Beide haben ihre Vorstellung über die Nutzung des Wassers!


Szene 1

Die erste Szene ist als eine Parodie über die Verwendung von Wasser zu verstehen.
Erneut lassen sich die Charaktere zwei Gruppen zuordnen. In diesem Fall gehören beide zur Nachbarschaft. Es werden die Menschen aus der Stadt und den Dörfern mit ihrem Alltag dargestellt. Hierbei verkörpern die Wäscherin, die Bau­ern, die Minenarbeiter sowie die Städter typische Vertreter El Altos und Boliviens.  Alle sind sie mit Wasser in irgendeiner Weise  verbunden. Die erste Szene zeigt wie diese Menschen Wasser verschwenden, ohne sich der Folgen bewusst zu sein.
Der Einzige, der weiß, dass das falsch ist, ist ein Kind - der Sohn einer ‚Recovera‘  (einer Frau mit lan­gem Rock, die Lebensmittel auf der Straße verkauft). Jedoch misst ihm als Kind niemand Bedeutung zu. Zumindest solange nicht, bis es ein Problem mit dem Wasser gibt: Plötzlich gibt es kein Wasser mehr in den Haushalten. Alle Nachbarn versammeln sich zu einer Sitzung, um das Versorgungsproblem zu lösen.


Szene 2

Die zweite Szene handelt  von den Menschen aus der Stiftung reicher Kaufleute.
In dieser Szene werden dem Publikum alle Arten von Menschen, die in dem Handel mit Wasser ihre (wirtschaftlichen) Interessen legen, vorgestellt. Im Detail sind dies Kapitalisten, die in der Ressource Wasser schlicht ein gutes Geschäft sehen.
Der Leiter der Organisation
Stiftung reicher Kaufleute heißt Herr Reich. Er und die Mitglieder der Stif­tung betrachten das Problem des Wassers als eine Quelle, um noch mehr Geld zu verdienen.
Das Abendessen stellt eine Parodie dar: Es wird über den Hunger in anderen Regionen gesprochen, während ein Bankett gefeiert wird und es Essen im Überfluss gibt  – praktisch essen sie die Welt.

Szene 3

Die reiche Stiftung. Wasser umringt diese Personengruppe - dabei steht immer das Geschäft im Vordergrund: Kauf und Verkauf von Wasser. Dieses Geschäft wird durch die Medien öffentlich gemacht, sodass infolge dessen die Gruppe der Nachbarschaft einen Protest beginnt. Ausgelöst wird dieser durch den steigenden Druck um das Wasser. Es kommt zu einer Konfrontation mit der Stiftung. Letztlich wird alles eine Konfrontation (und erinnert an den ‚Wasserkrieg‘ in Cochabamba im Jahr 2001) bis die Mutter Erde so wütend ist, dass sie eine Flut verursacht. An dieser Stelle sind alle Charaktere beider Gruppen demselben Zorn der Natur ausge­setzt.

Schlussszene

Nachdem der Sturm sich gelegt hat beginnen alle damit, sich aus dem von der Flut verursachten Chaos neu zu organisieren. Beide Gruppen beginnen sich wieder aufzurichten und weiter zu kämp­fen. Bis die Stiftung reicher Kaufleute des Konflikts müde wird und ihre Positionen ändert: Nun spricht sie von der grünen Wirtschaft - um auch das wieder zu verkaufen. Die ahnungslose Nachbarschaft einigt sich unterdessen und unterzeichnet eine Vereinbarung.
Nun ist es die grüne Wirtschaft in der Region, die sich breit macht: Die
Stiftung reicher Kaufleute verkauft nun statt Wasser, die Luft, die Wälder, die Blumen, die Tiere - einfach alles.

 


Theater-truck von COMPA

Aufführung in Copacabana - Bolivien

Aufführung in Cochabamba

Cochabamab







Pkalkat zur "Caravana por la vida"
Aufführung in Copacabana - Bolivien

Umverschmutzung

Zu Gast in Cochabamba

Die Caravana in Rio de Janeiro



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