| Erklärung des Ersten Treffens arbeitender Kinder der Welt |
»Für eine würdige Arbeit und eine Gesetzgebung, die sie schützt und achtet«
Vertreter der folgenden Bewegungen:
Movimiento Latinoamericano de NATs
Mouvement Ouest Africain des EJT
Bhima Sangha (India)
Wir kämpfen gegen eine Kultur des Todes, die uns unsere Rechte und völlige Integrierung verweigert; wir sind Schöpfer des Lebens. Dies nicht anzuerkennen heißt, uns noch weiter ins Abseits zu drängen und straft die Reden von Bürgerrechten Lüge.
Wenn diejenigen, die in den internationalen Organisationen arbeiten, ihre Büros verlassen würden und dorthin gingen, wo wir arbeiten, würden sie sich der Realität, die wir kennen und erleben, bewußt werden, und sie würden einen anderen Standpunkt als den jetzigen vertreten und dächten nicht daran, Kinderarbeit abzuschaffen.
Wir, die Vertreter der Organisationen der Bewegung arbeitender Kinder und Jugendlicher in Afrika, Lateinamerika und Asien versammeln uns im ersten weltweiten Treffen arbeitender Kinder und Jugendlicher, um über die Problematik der NATs in der Welt zu diskutieren.
Wir haben beschlossen, an Internationalen Konferenzen teilzunehmen, um unser Recht auf freie Meinungsäußerung durchzusetzen; außerdem fordern wir die stimmberechtigte Teilnahme überall dort, wo Themen diskutiert und Entscheidungen getroffen werden, die uns betreffen und wo wir aus diesem Grund die Hauptrolle spielen müssen.
Wir glauben, daß es die Ursachen der Armut und die Armut selbst sind, die ausgerottet werden müssen, die Auslandsschuld, die Sanktionen, die den armen Ländern von den reichen Ländern auferlegt werden.
Wir wollen, daß Komitees gebildet werden mit arbeitenden Kindern und Jugendlichen als stimmberechtigte Teilnehmer, um die Einhaltung unserer Rechte auf der ganzen Welt zu verfolgen. Wir fordern daher eine gleichberechtigte Teilnahme bei der Vollversammlung der IAO im Jahr 1998 und bei allen internationalen Konferenzen, wo über Gesetze und soziale Maßnahmen gesprochen wird, die die arbeitenden Kinder und Jugendlichen angehen, gemäß den Bedingungen unserer zehn Punkte in Kundapur (Indien).
Ja zur WÜRDIGEN Arbeit, nein zur Ausbeutung!
Ja zur GESCHÜTZTEN Arbeit, nein zu Mißhandlung und Mißbrauch!
Ja zur Arbeit unter MENSCHENWÜRDIGEN BEDINGUNGEN, nein zu
unwürdigen Arbeitsbedingungen!
Ja zum RECHT AUF ARBEIT in Freiheit, nein zu Zwangsarbeit!
Huampan, Lima (Peru), 11. - 15. August 1997
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