Streichholzfabriken

Die Streichholzfabrikation ist ein wichtiger Industriezweig im Süden Indiens. Streichholzfabriken sind auch heute noch überwiegend Handarbeitsbetriebe: Maschinen sind teuer, menschliche Arbeitskraft – besonders die der Kinder – billig.

Der Seiden-Baumwoll-Baum gehört zu den Baumarten, aus deren Holz für Streichhölzer und Streichholzschachteln gewonnen wird. Die Stämme werden in Stücke gesägt, die Rinde wird entfernt. Nur wenige Arbeitsgänge werden von Erwachsenen und einfachen Maschinen erledigt. Die Holzstücke werden in eine der wenigen Maschinen gespannt, in dünne Lagen geschält und in Streifen geteilt.

Die gestapelten Streifen werden in Hölzchen ge- schnitten. Die Hölzchen werden in Rahmen einsor- tiert. Kinder sitzen bis zu 12 Stunden täglich vor ihren Holzgestellten, um einen Minimallohn zu erzielen. 
Die fertig eingesteckten Rahmen werden in Chemi- kalien getaucht. So ent- stehen die Zündköpfe. Die chemischen Gase gefähr- den die Gesundheit der Ar- beiter, besonders die der Kinder. 

Aus geschnittenen Holz- streifen und Papier ent- stehen die Streichholz- schachteln – vorwiegend Kinderarbeit.

Die fertigen Streichholz- schachteln werden mit Streichhölzern gefüllt. Auf die Seiten der Schachteln wir die Reibfläche aufge- bracht. Wieder wird mit gefährlichen Chemikalien gearbeitet. 
Schließlich verpacken die Kinder die gefüllten Schachteln für den Ver- kauf. So wird billige Mas- senware zu Lasten unge- zählter arbeitender Kinder hergestellt.

Quelle: Andheri-Hilfe Bonn e.V. 
Über die Andheri-Hilfe kann eine „Streichholzfabrik" ausgeliehen werden, die den Kindern hier die Möglichkeit gibt eine Idee von der Arbeit zu bekommen, die indische Kinder tagtäglich leisten.

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