NO DUMPING - Müll abladen verboten! (Theater)

Die Umwelt in Mbowane ist mit Müll jeder Art von Plastik übersät. Bierflaschen, faulendes Obst und Gemüse, Papier und die Bürgersteige herabfließendes Urin "dekorieren" die Straßen. Hinzu kommt in einigen versteckten Ecken der unerträgliche Gestank von Exkrementen der Obdachlosen, die sich dort während der Nacht erleichtern. Niemand der Bewohner von Mbowane setzt noch darauf, dass die Bezirksregierung oder die Stadtverwaltung dort in irgendeiner Form eingreifen werden.

In dieser Szenerie spielt NO DUMPING. Menschen leben von Kleingewerbe oder undurchsichtigen Geschäften. Arbeitslose sind schon morgens mit der Flasche Bier unterwegs.

Da die Fußball-WM in Johannesburg vor der Tür steht, ergibt sich ein Gespräch über die Möglichkeiten für die „kleinen Leute“, auch von der WM zu profitieren. Oder ist etwa mit Recycling auf Dauer mehr Geld zu machen? Und wer ist eigentlich Schuld an dem Müll, der auf der Straße liegt?

Als Buccaneer, ein Junge der vom Recycling zu leben versucht, in einem Müllberg nach verwertbaren Dingen sucht, bekommt er Ärger mit Joyce, einem Straßenfeger, der keine Lust mehr hat immer nur den Dreck der anderen wegzufegen.

Als dann auch noch ein herumlungernder Jugendlichen den zwielichtigen Rollstuhlfahrer Rambo provoziert, eine volle Windel aus einem der umliegenden Hochhäuser in die Szenerie fällt und sich ein Kind an den Glasscherben verletzt, scheint die Situation zu eskalieren.

Es wird aber allen schnell bewusst, dass jeder seinen Beitrag zu der Lage, wie sie dort ist beigetragen hat. Jeder muss „sich an die eigene Nase packen“. Buccaneer erklärt den Leuten, wie man man mit Recycling Geld verdienen kann, und schnell entwickeln sie einen Plan, mit Recycling aus Armut und Arbeitslosigkeit heraus zu gelangen. Mit dynamischen Tänzen und pulsierender Musik wird die neue Zukunft gefeiert.